Warum?

Honig enthält natürliche Zucker, Spuren von Vitaminen und Mineralstoffen sowie antimikrobielle Stoffe, darunter Enzyme, die Wasserstoffperoxid bilden. Manche Halter geben eine kleine Menge rohen Honig, um leichte Halsreizungen zu lindern, oder als besonders begehrte Belohnung.

Die Risiken: Honig enthält sehr viel Zucker (etwa 80g pro 100g), der zu Übergewicht, Zahnfäule und Blutzuckerspitzen beitragen kann – besonders problematisch bei Hunden mit Diabetes. Honig regelmäßig zu füttern ist nicht ratsam.

Noch wichtiger: Roher Honig kann Sporen von Clostridium botulinum enthalten. Das Immunsystem erwachsener Hunde kommt damit in der Regel zurecht, aber Welpen unter 12 Monaten haben ein unreifes Immunsystem und können durch rohen Honig an Botulismus erkranken – gib Welpen niemals Honig.

Pasteurisierter Honig hat ein geringeres Botulismusrisiko, enthält aber auch weniger nützliche Stoffe.

Welche Menge ist gefährlich?

Bei erwachsenen Hunden in kleinen Mengen nicht akut giftig. Botulismusrisiko bei Welpen unter 1 Jahr.

Welche Symptome gibt es?

BEGINN:Magen-Darm-Beschwerden: Stunden. Botulismus: 12–36 Stunden.
  • durch den hohen Zuckergehalt: Magen-Darm-Beschwerden, bei regelmäßiger Fütterung Übergewicht; Welpenbotulismus: Schwäche, Schluckbeschwerden, Lähmung

Was soll ich tun?

Erwachsene Hunde: ein Schlecken oder eine kleine Menge ist gelegentlich in Ordnung. Welpen: niemals Honig geben. Bei Verdacht auf Botulismus: Notfall-Tierarzt.

Häufige Fragen

Dürfen Hunde Manuka-Honig fressen?

Manuka-Honig hat dieselben Zuckerprobleme wie normaler Honig und ist zudem teuer, ohne dass ein zusätzlicher Nutzen für Hunde belegt wäre. Kleine Mengen sind nicht giftig, aber eine regelmäßige Anwendung wird nicht empfohlen.

Kann ich Honig in das Wasser meines Hundes geben?

Das fügt der täglichen Aufnahme unnötigen Zucker ohne Nutzen hinzu. Frisches, sauberes Wasser ist ganz für sich allein ideal.